Kathy Kelly meets Michael Kraft, 10.04.2010, Turnhalle Glauburg
„Wenn Deutschrock und Weltmusik eine Synthese eingehen“
Weit über 400 Gäste waren nach Glauberg gekommen, um beim Aufeinandertreffen des Lißberger Deutschrockers und der Weltmusikerin dabei zu sein. Selten wird einem Konzertpublikum eine musikalische Bandbreite geboten, wie bei dieser Gelegenheit.
Kathy Kelly schöpft ihr Repertoire aus vielen unterschiedlichen Stilrichtungen, dazu gehört spanische Folklore ebenso wie schottische und irische, da treffen Gospels und klassische Einflüsse aufeinander.
Mit der Wucht ihrer Stimme riss Kathy Kelly die Massen in Glauberg mit. Keine Frage, um sich nach dem Auftritt einer solchen Sängerin auf die Bühne zu stellen, braucht ein Musiker eine ordentliche Portion Mut – und er muss eine Menge drauf haben, um nicht sang- und klanglos unterzugehen. Michael Kraft und seiner Band gelang dieses Kunststück. Song für Song zog der sympathische Deutschrocker mit den lyrischen Texten die Zuschauer in seinen Bann.
Die Bandbreite der Titel reichte von Stücken aus seinem aktuellen Album „Vollkraft“ bis hin zu einigen ganz alten Songs, wie „Das Geschäft mit den Tränen“, seinerzeit noch als Vinyl veröffentlicht.
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss – und das letzte Stück war wirklich das „Sahnehäubchen“, der wahrlich krönende Abschluss des Konzerts:
Gemeinsam sangen Kathy Kelly und Michael Kraft den Ohrwurm „Engelsmensch“ aus dem aktuellen Album, der bereits erfolgreich als Single ausgekoppelt wurde, und das Glauberger Publikum erlebte einen Auftritt, wie er rückblickend so gerne als Sternstunde bezeichnet wird.
Was vorher geboten wurde war gut, hervorragend sogar, aber dieses eine Duett war einmalig, einzigartig, grandios; die Art von Lied, nach dem man jahrelang alle Plattenläden absuchen würde, um es zu besitzen und immer wieder hören zu können. Da hat alles gepasst, das war Gänsehaut pur.
(Kreisanzeiger, 14.04.2010)
Kathy Kelly meets Michael Kraft. 12.11.2010, Kirche St. Marien, Seligenstadt
Gänsehaut pur beim "Programm für die Seele"
Ein lebendiges "Programm für die Seele" boten in der Pfarrkirche St. Marien Kathy Kelly, Michael Kraft mit Band und der Aschaffenburger Gospelchor "Plenty Good Room".
Der Auftakt des zweieinhalbstündigen Konzerts war dem Seligenstädter Sven Garrecht vorbehalten, der mit einem überzeugenden Saxophon-Soloauftritt auf die kommende Darbietung einstimmte. Nach der Pause war er nochmal zu hören. Der Songschreiber, Sänger und Produzent Michael Kraft hatte mit seiner Band auf einem Podium Platz genommen, um Werke aus seinem neuen Album vorzustellen. Dabei unterstützten ihn Jörg Will (Akustikgitarre), Christian Koch (Schlagzeug), Sven Waldschmidt (Bass) und Hedda Wagner (Akkordeon).
Mahr als ein Dutzend Titel regten mit deutschen Texten das Publikum zum Mitmachen, Träumen, aber auch Nachdenken an. "Es tut nicht mehr weh", "Mein Stern", "Oh, ich flieg so gern" oder "Wenn kein Wort" animierten, wo immer es passte, das Publikum zum rhythmischen Mitgehen. "Mondsüchtig", "Heimweh-Schmerz" und "Herzenssonne" berichteten von Liebesleid oder der Kraft der Liebe. "Was zählt, ist nur der Augenblick" war ein weiterer ansprechender Titel mit hintergründigem Inhalt.
Nach der Pause gehörte die Bühne dem Chor "Plenty Good Room" aus der Pfarrerei St. Josef in Aschaffenburg-Damm, (...).
Kathy Kelly, Tochter der legendären "Kelly-Family", würde vom Seligenstädter Publikum schon vor ihrem Auftritt begeistert begrüßt. (...)
Es folgten verschiedene Eigenkompositionen, darunter auch das spanischsprachige "Nay no Nay". Die sichtlich ergriffenen Zuhörer waren hingerissen von den stimmlichen Qualitäten der Sängerin. (...)
Das war Gänsehaut-Atmosphäre pur, mit der Kathy Kelly die mitsingenden Gäste buchstäblich von den Sitzen riss. Frenetischer Applaus war der Lohn für ein schönes Konzert, das nach mehreren Zugaben und mit "Engelsmensch", gemeinsam vorgetragen von Kathy Kelly und Michael Kraft samt Band, endete. Das Stück steht symbolisch für eine Aktion, bei der die "Engelsqualitäten" vieler Menschen gewürdigt werden sollen. Die tiefgründige Ballade erinnert an Menschen, die anderen Halt geben oder Orientierung schenken. Die Aktion (Internetadresse: www.engelsmensch.de) fordert auf, diesen Menschen zu danken. (...)
(Offenbach Post, November 2011)